Mantrailing

Mantrailing ist die Personen-/Menschensuche unter Einsatz von sogenannten Mantrailern.

Hierbei nutzen wir den hervorragenden Geruchssinn der Hunde. Der englische Begriff Mantrailing setzt sich zusammen aus man = Mensch und (to) trail = verfolgen.

Der Unterschied zwischen einem Mantrailer und anderen Suchhunden wie z. B. der Flächensuchhund oder der Trümmersuchhund besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert. Auch können Mantrailer innerhalb von Gebäuden und bebauten Flächen eingesetzt werden.

Dauer: 2 1/2 bis 3 Stunden
Kosten: 20,00 € pro Training
5er Karte 100,00 €
10er Karte 190,00 € anstatt 200,00 €
Wann? mittwochs - von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr
freitags - von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Trainerin: Tine

Beim Mantrailing werden die Duftmoleküle der Zielperson gesucht, und nicht die „Bodenverletzungen“ (das sind unsere Fussabdrücke) wie bei der Fährtenarbeit. Beim Mantrailing wird als Geruchsträger der Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet und dabei ist die Qualität des Geruchsträgers entscheidend für den Verlauf der Suche.

Ein Mensch verliert in jeder Minute ständig Tausende von Hautschuppen. Durch die Bewegung des Menschen werden die Hautpartikel verwirbelt und verstreut. Neben Hautzellen enthalten die Schuppen häufig weitere Bestandteile beispielsweise Rückstände von Kosmetika. Die Duftspur des Menschen verteilt sich z. B. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen.

Wir bieten zwei Mantrailinggruppen an. Einmal die Anfängergruppe und die Fortgeschrittenengruppe. Die fortgeschrittenen Hunde sind mittlerweile (sie trainieren 1 x wöchentlich seit 1,5 Jahren) schon echte „Supernasen“. Sie suchen z. B. in Stadtgebieten über einen Fahrstuhl in den Bahnhof hinein, sie zeigen Türen an, laufen exakte Winkel, gehen an Verleitpersonen und fremden Hunden vorbei, finden Menschen, die sie zuvor noch nie „gerochen“ haben und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen – sie sind ganz sicher auf ihrer „Trail“.
Was bedeutet eigentlich Mantrailing und wie funktioniert das?

Warum können Hunde eigentlich so gut riechen?

Das Geruchsvermögen der Hunde und der Menschen mal in Zahlen ausgedrückt: In der Riechschleimhaut des Menschen befinden sich ca. 5 Millionen Riechzellen, in der eines Hundes, je nach Rasse und Länge der Nase, zwischen ca. 120 und 220 Millionen Riechzellen.

Während uns Menschen für die Verarbeitung der gerochenen Sinneseindrücke nur ca. 1 % unseres Gehirns zur Verfügung steht, sind es beim Hund in etwa 10 % des Gehirns mit der Verarbeitung von Geruchsinformationen beschäftigt. Auch ermöglicht es dem Hund, bestimmte Geruchsmoleküle bereits in sehr geringer Konzentration wahrzunehmen und selbst einige Tage alte Spuren zu verfolgen.

Ganz schöner Wahnsinn was unsere Hunde so in der Lage sind zu suchen und zu finden, oder? Unsere Hunde sind auf jeden Fall immer wieder aufs Neue begeistert wenn sie endlich wieder „suchen und finden“ dürfen!